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“Warum ist es nicht in Ordnung, Wolle zu tragen?”


Genau wie bei den anderen Industrien, die Tiere des Profits wegen züchten, finden die Belange der Tiere auch bei der Wollindustrie kaum Berücksichtigung. Herden bestehen normalerweise aus Tausenden von Schafen, so dass es faktisch unmöglich ist, einem einzelnen Tier und seinen Bedürfnissen Aufmerksamkeit zu schenken. Viele Leute glauben noch immer, es würde den Schafen helfen, wenn sie geschoren werden, da sie sonst unter der Last der Wolle litten. Aber ohne die Einmischung des Menschen würde den Schafen nur soviel Wolle wachsen, wie sie benötigen, um sich vor extremen Temperaturen zu schützen.

Der überwiegende Teil der Wolle kommt aus Australien. Nur wenige Wochen nach der Geburt werden den Lämmern die Ohren durchknipst, die Schwänze abgeschnitten, und die männlichen Schafe werden kastriert -alles ohne Betäubung. Die männlichen Lämmer werden kastriert, wenn sie 2 bis 8 Wochen alt sind. Dazu wird ein Gummiring benutzt, um die Blutzufuhr zu unterbinden -eine der schmerzhaftesten Methoden der Kastration, die es überhaupt gibt. Viele der Lämmer sterben, noch bevor sie acht Wochen alt sind, an den äußeren Bedingungen oder sie verhungern, und viele ausgewachsene Schafe sterben infolge von Krankheit, fehlender Unterstellmöglichkeit und Vernachlässigung.
Um einen "Fliegenbefall" zu verhindern, wenden die australischen Farmer eine geradezu barbarische Operationsmethode an, das "Mulesing"; dabei werden den Lämmern - ohne Betäubung - große Fleisch- und Hautstreifen hinten an den Beinen abgeschnitten. Und beim Scheren geht es nur ums Tempo. Die Scherer werden gewöhnlich nach Menge bezahlt, nicht nach Stunden. Daher sind sie bemüht, so schnell wie möglich zu arbeiten, ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Augenzeuge meinte treffend: "Der Scherstall muss wohl einer der schlimmsten Plätze der Erde sein, wenn es um Tierquälerei geht. Ich habe schon gesehen, wie die Scherer die Schafe solange mit ihren Schermessern oder Fäusten schlugen, bis sie aus der Nase bluteten. Und ich habe Schafe gesehen, denen man das halbe Gesicht weggeschnitten hatte."


“Wie gewinnt man Daunen?”


Normalerweise bindet man die Enten und Gänse an den Füßen fest, zieht sie an den Hälsen hoch und reißt ihnen die Federn aus. Während dieses Rupfvorgangs erleiden die zappelnden Vögel oft Verletzungen. Dann steckt man sie in ihre Käfige zurück, bis sie wieder "reif" fürs Rupfen sind. Dieser Vorgang beginnt etwa in der neunten Lebenswoche und wird alle 6 Wochen fortgesetzt, bis es ab zum Schlachter geht.
Oft werden denjenigen Enten und Gänsen die Federn gerupft, die auch für die Nahrungsgewinnung gehalten werden. Ganz besonders diejenigen, aus denen man "Leberpastete"(Foie Gras) macht, leiden entsetzlich. Sie werden bis zu sechsmal täglich zwangsgestopft. Dazu stößt man ihnen einen Trichter tief in den Schlund und pumpt ihnen täglich bis zu sechs Pfund salzigen fettigen Maisbrei in den Magen, bis die Lebern der Vögel krankhaft auf ein Vierfaches ihrer normalen Größe angewachsen sind.

Synthetische Alternativen zu Daunen sind nicht nur frei von Grausamkeit, sondern auch billiger und behalten, im Gegensatz zu Daunen, ihre Isolierfähigkeit bei jedem Wetter.

Quelle: http://www.peta.de

 

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