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Tierversuche nun auch an Menschaffen

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Die EU-Regelungen zum Schutz von Versuchstieren werden gerade überarbeitet und befinden sich in der Endphase.
Unsere Vertreter aus Deutschland haben sich jedoch kein bisschen für den Tierschutz eingesetzt, sondern lehnten Vorschriften ab, die über das deutsche Tierschutzgesetz hinausgehen würden. Doch statt mehr Schutz für die Tiere ist es nun so, dass die Forscher mehr Möglichkeiten haben Tiere zu quälen, auch wenn die Ziele noch so fragwürdig sind.
Anscheinend sind alle der gleichen Meinung: Forschern sollen keine Grenzen gesetzt werden! Und dabei erreichen die Versuchstierzahlen immer neue Rekorde. Hier hätte es strengeren Auflagen für die Durchführung von Tierversuchen geben sollen, doch jetzt drohen sogar Verschlechterungen.

Nun hat der Deutsche Tierschutzbund ein vertrauliches Schreiben erhalten, woraus hervorgeht, wie wenig das Bundesministerium für Bildung und Forschung sich für das Leiden der Tiere interessiert. Auch wollen Sie nicht verhindern, dass wenigstens die schlimmsten und belastensten Versuche untersagt werden.

Mit Entrüsten hat der Deutsche Tierschutzbund ein Schreiben an die Bundesforschungsministerin Annette Schavan geschickt mit der Forderung, dass sie für unsere Mitgeschöpfe die im Grundgesetz verankerte Verantwortung übernehmen.

Der Deutsche Tierschutzbund hat dazu eine Online-Umfrage ins Leben gerufen, wie WIR Bürger darüber denken, also stimmt bitte rege ab, damit das Leiden der Tiere vielleicht doch bald ein Ende hat. Jede einzelne Stimme zählt.

Hier mal ein Beispiel, wie ein Tierversuch mit ätzenden Substanzen aussieht:

Verätzung stellt die extremste Form der Hautreizung dar, bei der die Haut jenseits jeder Heilfähigkeit des Körpers zerstört wird.

Kaninchen werden in Ganzkörper-halterungen gesperrt, der Rücken rasiert und dann wird ihnen eine Testchemikalie auf die Rückenhaut aufgetragen. In bestimmten Zeitintervallen wird der Grad der Hautschädigung kontrolliert. Dazwischen die Wunde mit einem Mullpflaster abgedeckt. Das Ganze geht meist über einen Zeitraum von mehrere Tagen oder sogar Wochen, da eine Chemikalie als korrosiv gilt wenn sie sich innerhalb 14 Tage durch die äußere Hautschicht (oder tiefer) gefressen hat. Bei diesem Test dienen unbehandelte Hautbereiche als Kontrolle. Den Tieren werden keine Schmerzmittel verabreicht, aber man kann sich vorstellen, welche Qualen die Kaninchen aushalten müssen.

Trotz ihres jahrelangen Einsatzes sind Hautkorrosionsstudien an Tieren nie ordnungsgemäß validiert worden. Tatsächlich gibt es Beweise dafür, dass Tierversuche starken Schwankungen unterliegen, nur begrenzt zuverlässig sind und im Allgemeinen die Reaktionen der menschlichen Haut nur unzulänglich vorhersagen können

Und DAS wäre die Tierversuchsfreie Alternativen:
Tests mit Äquivalenten zur menschlichen Haut wie EpiDerm™ und EpiSkin™ sind in Kanada, der Europäischen Union und praktisch allen anderen Mitgliedsstaaten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als vollständiger Ersatz für Hautkorrosionsstudien an Tieren validiert und akzeptiert worden. Diese Methoden bestehen aus normalen, von Menschen stammenden Hautzellen, aus denen Kulturen entwickelt wurden, die ein mehrschichtiges Modell menschlicher Haut darstellen. Die Zuverlässigkeit und Relevanz von Äquivalenzmodellen zur menschlichen Haut wurde durch strenge Ringvalidierungsstudien unter Beaufsichtigung des Europäischen Zentrums zur Validierung alternativer Methoden (ECVAM) ermittelt, und die Methoden wurden als offizielle OECD-Testrichtlinie akzeptiert.

Corrositex™ ist eine weitere tierversuchsfreie Methode zur Beurteilung von Hautverätzungen. Durch die Verwendung einer Proteinmembran anstelle von Haut kann Corrositex™ mit Hilfe einer Farbreaktion messen, ob und in welchem Maße eine Chemikalie in der Lage ist, die simulierte Hautbarriere zu durchdringen Corrositex™ wurde in den USA entwickelt, zur Bestätigung der Validität vom ICCVAM beurteilt und dann sowohl von der US-amerikanischen Verkehrsbehörde als auch von der Europäischen Union als Teilersatz für Hautkorrosionsstudien an Tieren akzeptiert.

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Meiner Meinung nach, sollte man es so machen, dass die Forscher grundsätzlich zuerst verfügbare Alternativmethoden anwenden müssen und jeder Tierversuch mehrfach genehmigt werden sollte. Außerdem sollten die Labore Ihre Ergebnisse untereinander teilen, damit nicht mehrere Labore ein und das selbe testen. Ebensowenig kann man Ergebnisse aus Versuchen mit Tieren auf den Menschen übertragen bzw. vergleichen.


WIR sind für das Wohl und das Leben unserer Tiere verantwortlich und sollten endlich damit beginnen es umzusetzen, anstatt sie zu quälen, auszubeuten oder aufzuessen.



Quellen:
www.tierschutzbund.de
www.peta.de

Fotos:
pixelio
peta

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