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Terror, Invasion und Belagerung in Australien?

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Überall lese ich von "bösen Kamelen" die die Menschen "tyrannisieren" und von "Terror der Kamele", von "Invasion" und "Belagerung"
Aber darum geht es wirklich:

Wir erinnern uns mal zurück in die "gute alte Zeit" als man noch mit Pferden ritt und Kamele als Lasttiere verwendete. Man war froh an den Tieren, die lange Zeit ohne Wasser auskommen und sehr genügsam sind. Ein schweres Leben, dennoch hatte es seinen Reiz. Mit dem Bau von Eisenbahn und Schienen, Autos und Straßen wurde jedoch die Kamele als Lasttiere zunehmend überflüssig. Nun wohin mit den Viechern? Ganz einfach: ab in die Freiheit damit.
Das Dumme daran: die Kamele wurden eigens in ein Land transportiert, auf dem sie gar nicht heimisch sind. Nach Australien. Und nun gibt es eine regelrechte Kamel-Plage in "Down under". Nirgendwo gibt es mehr Kamele als in Australien. Zum einen die zahmen Tiere, die Urlauber einen Trip ins Outback bescheren und die zigtausenden wilden Kamele, die der Flora und Fauna schaden.

Die Kamele haben dort keine natürlichen Feinde und können sich so ungehindert in Freiheit fortpflanzen, ist ja ein großes Land. Da aber auch hier Wasserknappheit herrscht, kommen die Tiere bisweilen sehr nahe zu den Menschen. Und gerade jetzt im Winter, bei absoluter Trockenheit und Stufe 5 Buschbrandgefahr kommen die Kamele zu Hunderten in die Dörfer auf der Suche nach Wasser. Dummerweise ist das Wasser aber unerreichbar für diese durstigen Mäuler. Das einzige Wasser das sie finden ist in den Abwasserrinnen.
Die geschwächten Kamele sterben qualvoll in den Straßen der Dörfer.

Es ist nicht damit getan, die Tiere aus der Stadt zu treiben und dann abzuschlachten. Auch ist es Blödsinn eine Kopfprämie auszusetzen, oder die Tiere einzuzäunen. Und Kamelfleisch als Delikatesse anzubieten ist wohl noch die Übelste Idee.
Vielmehr ist es unsere Aufgabe, uns um die Kamele zu kümmern. Wir Menschen haben sie ins Land gebracht, dann sollten wir sie auch sterilisieren, füttern, UND ihnen Wasser geben (oder Notfalls auch einen humanen Tod).

Wäre es so tragisch, wenn jeder Einwohner ein Tier versorgen würde? Ja das würde sicher Millionen kosten, doch die Abschlachtaktion der Regierung würde auch ein paar Millionen kosten. Also wäre es nicht besser diese Tiere zu retten?
Australien wirbt mit Natur und Tieren um Touristen, das stellt sich hinter dieser Fassade aber anders heraus.

Vielleicht wäre as auch eine gute Idee eine Patenschaft für die Kamele anzubieten? Damit könnte man ein Kamel sterilisieren und mit Wasser und Nahrung versorgen. Eine Gute Marketing-Strategie könnte man hieraus basteln. Schildert diese Idee dem Australischen Botschafter, vielleicht können wir so gemeinsam diese Tiere retten. Denn der Mensch hat in das Ökosystem eingegriffen und enormen Schaden angerichtet, da ist es nur Recht wenn wir auch diesen Schaden wieder ausbügeln - nicht mit Gewalt und Tod sondern mit Hilfe.

Australische Botschaft
Botschafter Peter Tesch
Wallstr. 76-79
10179 Berlin
Tel. 030 / 880088-0
Fax 030 / 880088-210
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Und zum Abschluß noch was lustiges: die Kamelopedia



Bildquellen: pixelio.de

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