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Ertrunken und Vergiftet im Plastikmüll

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Zwischen Kalifornien und Hawaii gibt es einen riesigen Strudel. Und er ist nicht der Einzige. Er ist der größte aber bei weitem nicht der Einzige. Hier schwimmt so viel Müll, so weit das Auge reicht. Ein Müllteppich der ganz locker die Größe von Mitteleuropa übersteigt. Man braucht Tage um den „Pazifischer Müllstrudel” zu durchqueren.



Von überall treiben die Strömungen den Plastikmüll in den Strudel, man findet jede Menge Plastiktüten, Turnschuhe, Flaschendeckel, Plastikenten, Reste von Fischernetzen, Einmalrasierer, CD-Hüllen, Eimer, Kabeltrommeln, Zahnbürsten, Legosteine, Feuerzeuge....alles in allem ca. 3 MILLIONEN TONNEN. Aber das ist noch nicht mal das Schlimmste, denn geschätzte 70% des Mülls liegen auf dem Meeresboden.

Man schätzt, dass auf einem Quadratmeter Meeresboden rund 110 verschiedene Plastikreststoffe liegen.


Diese ganzen Plastikteile werden durch das Wasser und die Sonneneinstrahlung langsam in kleine Plastikteilchen zersetzt. Die mikroskopisch kleinen Kügelchen sind mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, finden sich aber an nahezu jedem Stand und in jedem Kubikmeter Oberflächenwasser wieder. Man findet sie in durchsichtigem Gewebe von Quallen, Schalentieren, in Fischdärmen, in Wattwürmern, Sandflöhen und Entenmuscheln.

Die ganzen Meeresbewohner fressen bedenkenlos diesen Plastikmüll und viele von Ihnen verenden daran, weil sie es nicht mehr auscheiden können, sich darin strangulieren etc.(Bild rechts: Mageninhalt eines verendeten Albatros) . Oder geben die Schadstoffe weiter wenn Sie gefressen werden, auch der Mensch der die Fische und Meeresfrüchte zu sich nimmt, vergiftet sich selbst mit den Schadstoffen aus dem Plastikmüll.


Aber auch hier wird es noch schlimmer wie der Geochemiker Hideshige Takada von der Universität Tokio herausgefunden hat: je kleiner die Plastikteile werden, desto mehr giftige und krebsfördernde Stoffe reichert es in milionenfach konzentrierter Form an. Diese winzigen Teile wirken wir Magneten auf tausende Toxine in Luft, Boden und Wasser. Also bringen wir uns mit diesem Plasik irgenwann selber um.

Wenn man mal überlegt, Plastik wird sein knapp 60 Jahren hergestellt, also was wird hier wohl in Zukunft geschehen wenn wir nicht mit dem Plastik "zurückstecken". Deswegen hat sich der Green Ocean e.V. etaws einfallen lassen, einfach aber effektiv:
Der Müll wird bereits von Fischern aus dem Meer gefischt. Doch bisher hatten diese Fischer kein Interesse an dem Müll und haben ihn wieder über Bord geworfen. Doch nun wird ein Konzept erarbeitet, wo den Fischern dieser Müll abgekauft werden soll. Damit wird das ganze Plastik im Hafen gesammelt und anschließend ordnungsgemäß entsorgt.

Aber auch WIR können schon jetzt etwas dagegen unternehmen:
  • informiert Eure Freunde darüber
  • zeigt diesen Artikel auch Bekannten, Arbeitskollegen und anderen
  • kauft weniger Produkte aus Plastik
  • nehmt Lebensmittel ohne Plastikverpackung, z.B. bei Bananen ist es völlig überflüssig
  • Nehmt Körbe oder Stofftüten statt Plastiktüten
  • entorgt Euer Plastik richtig auf den Wertstoffhöfen oder gleich im Supermarkt
  • schreibt ebenfalls einen Artikel in Eurem Blog
  • spendet an Organisationen wie z.B. Green Ocean e.V oder Greepeace
  • lasst Euren Müll nirgends rumliegen
  • sammelt auch fremden Müll auf und entsorgt ihn ordnungsgemäß

Wenn wir diese Erde unseren Kindern überlassen wollen, dann nicht als Müllhalde !

Quellen:
Ithaka-Journal
Der Spiegel
Plastik aus dem Meer
Greenpeace
Die Welt
National Oceanic and Atmospheric Administration


Kommentare  

 
#2 Maya 2010-01-13 11:15
Auf Ihre Anregung hin habe ich natürlich gleich beim Betreiber der Staustufe des Forggensees nachgefragt. Glücklicherweis e findet man dort in den Einlaufrechen größtentleils Gras, Tang und Äste und nur ganz vereinzelt Plastikflaschen oder ähnliches. Wobei der Nette Herr mir aber erzählte, ich solle lieber an den Badeplätezn rumschauen, dort würde wesentlich mehr Müll liegen als im See.
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#1 2010-01-13 10:14
Ein sehr interessanter Bericht und sehr gut geschrieben. Im Mittelmeer haben wir eine Konzentration von 100g pro Quadratmeter Wasseroberfläch e festgestellt. 20gr davon sind bereits in mikroskopisch kleine Partikel zersetzt.

Um Argumente für unsere Aktion "Plastik from the Sea" zu sammeln, haben wir erst einmal eine Studie über den Plastikmüll an Donaustaustufen ins Laufen gebracht - und wir werden täglich von den Ergebnissen schockiert.
Haben Sie eine Staustufe an einem Fluss in Ihrer Nähe? Können Sie sich erkundigen, welche Müllmengen dort aus dem Wasser gefischt werden?

Das Meer beginnt vor unserer Haustüre!
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